| Eine Mehrheit der Lehrpersonen sieht übermässige Mediennutzung als Ursache für Leistungs- und Aufmerksamkeitsprobleme |
|
| Antworten in % der befragten Lehrpersonen, die angaben, diese Folge der übermässigen Mediennutzung bei ihren Schüler:innen zu beobachten. | |
| Beobachtete Folgen | in % |
|---|---|
| Tiefere Konzentrationsfähigkeit | 80 |
| Übermüdung | 75 |
| Schwächere Schulleistungen | 61 |
| Desinteresse | 46 |
| Tiefere soziale Kompetenzen | 23 |
| Gereiztheit | 23 |
| Vernachlässigung körperlicher Hygiene | 9 |
| Sozialer Rückzug | 8 |
| Gestörtes Essverhalten | 5 |
| Alle befragten Lehrpersonen (n = 79) | |
21 Übermässige Nutzung
Die befragten Lehrpersonen gehen im Durchschnitt davon aus, dass etwa ein Viertel (26%) ihrer Schülerinnen und Schüler Symptome einer übermässigen Mediennutzung zeigen.
Wie in der Tabelle 21.1 zu sehen ist, gehen die Lehrpersonen auch davon aus, dass diese übermässige Nutzung mit verschiedensten Symptomen einhergeht. Am häufigsten nennen die Lehrpersonen eine verminderte Konzentrationsfähigkeit (80%), Übermüdung (75%) und schwächere Schulleistung (61%) als Folgen.
21.1 Umgang der Schulen mit übermässiger Mediennutzung
Wie die Schulen der befragten Lehrpersonen ausgerüstet sind, um mit übermässiger Mediennutzung der Lernenden umzugehen, scheint sehr unterschiedlich zu sein (Abbildung 21.1). 40% der Lehrpersonen geben an, dass ihre Schule eine entsprechende Anlauf- oder Beratungsstelle für Schülerinnen und Schüler hat. Gleichzeitig sind 52% der Ansicht, dass ihre Schule noch nicht adäquat mit schweren Fällen übermässiger Nutzung umgehen kann.
21.2 Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler
Die befragten Lehrpersonen sehen insgesamt nur begrenzte Möglichkeiten, die Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern für übermässige Mediennutzung im schulischen Kontext zu verbessern.
So sind 66% der Meinung, dass selbst durch geeigneten Unterricht eine mangelnde Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler nicht behoben werden kann. Auch eine klare Mehrheit (70%) geht davon aus, dass mehr Unterrichtszeit zu diesem Thema keinen relevanten Einfluss hätte. Zudem sehen viele Lehrpersonen sich selbst nicht als entscheidenden Einfluss auf die Kinder und Jugendlichen bei diesem Thema (87%).
