23  Methode

Für diese Studie wurden im Frühjahr 2025 in der Deutsch- und Westschweiz sowie in der italienischen Schweiz gesamthaft 1390 Schülerinnen und Schüler aus 80 Klassen zu ihrem Umgang mit digitalen Medien befragt. Die Lehrpersonen aus 79 dieser 80 Klassen haben ebenfalls an der Befragung teilgenommen.
Zur Auswahl der Schulklassen wurden innerhalb der teilnehmenden Kantone im Zufallsverfahren Gemeinden ausgewählt, innerhalb dieser Gemeinden wurde jeweils zufällig eine Schule ausgewählt und innerhalb der gewählten Schule wurde wiederum zufällig eine Klasse ausgewählt. Durch die zufällige Auswahl nur einer Klasse pro Schule werden Klumpen-Effekte minimiert und damit die Datenqualität verbessert. Falls eine Klasse nicht an der Befragung teilnehmen wollte, wurde auf Grund einer erneuten Zufallsauswahl im gleichen Sprach- und Urbanitätsgebiet eine neue Klasse gewählt. Aus den teilnehmenden Klassen haben alle zum Zeitpunkt der Befragung anwesenden Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht einer geschulten Interviewperson einen anonymisierten Fragebogen ausgefüllt.

Die Zufallsauswahl der Schulklassen erfolgte auf Grundlage von Daten des Bundesamtes für Statistik. Dabei wurde nach Sprachregion und Urbanität stratifiziert. Die erhobenen Daten wurden nachträglich wiederum nach Sprachregion, Geschlecht, Alter und Urbanitätsgrad poststratifiziert. Dies bedeutet, dass zum Beispiel die Gruppe 11- bis 12-jähriger Jungen aus städtischen Gebieten in der Deutschschweiz in der Stichprobe mit dem gleichen Anteil repräsentiert ist, den sie auch in der Gesamtbevölkerung ausmacht. Wenn eine Gruppe im Sampling nicht abgedeckt wurde, z.B. fehlen 9- bis 10-jährige Jungen aus ländlichen Gebieten im Tessin, wurden diese leeren Gruppen durch das Hochgewichten der Teilnehmenden aus der gleichen Sprachregion mit dem gleichen Geschlecht und im gleichen Alter in der nächst höheren Agglomerationsgruppe kompensiert. In diesem Fall wurden die 9- bis 10-jährigen Jungen aus ländlichen Gebieten im Tessin mit 9- bis 10-jährigen Jungen aus der Agglomeration im Tessin kompensiert. So werden Abweichungen in der Stichprobe minimiert und es wird sichergestellt, dass die wichtigsten Faktoren für die Internetnutzung - Sprachregion, Alter und Geschlecht - in jedem Fall in die Gewichtung miteinfliessen. Um die Genauigkeit der Daten zu erhöhen, wurden in der verhältnismässig kleinen Sprachregion der italienischen Schweiz etwas mehr Kinder und Jugendliche befragt, als dies proportional zur Verteilung auf die drei Sprachregionen der Fall wäre (Oversampling). Für die Auswertungen wurden diese Daten wieder auf die passenden Proportionen heruntergewichtet.

Der verwendete Kinderfragebogen ist das Resultat einer gemeinsamen Arbeit unter Berücksichtigung von Beiträgen aus dem EU Kids Online Netzwerk, von anderen Forschenden und aus anderen Studien. Sie wurde von einem Entwicklungsteam unter der Leitung von Elisabeth Staksrud (Norwegen) koordiniert (Staksrud u. a. 2024). Die deutsche Übersetzung entstand in Kollaboration der nationalen EU Kids Online Teams aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Der Fragebogen für die Lehrpersonen wurde von den Autoren dieses Berichts entwickelt.